Erziehung ist Elternsache
in die Tasten gehauen: Tino | Kategorien: gebloggt
Heute möchte ich mal über ein durchaus interessantes Thema bloggen, was mir heute mal so durch den Kopf ging. Nicht weil ich in nächster Zeit Familienzuwachs meinerseits bekomme, aber man kann sich mit dem Thema ja mal beschäftigen. Es gibt ja schließlich Eltern, die das mit der Erziehung nicht so hinbekommen, ganz einfach weil ihnen vielleicht das Interesse fehlt (soll es geben) oder weil sie überfordert sind. Denn in der Phase wo Kinder lernen und anfangen die Welt um sich herum zu erkunden, sollte man den Kleinen doch einen gewissen Spielraum lassen, denn Erfahrungen kann man nur sammeln, indem man etwas falsch macht und so draus lernt. Wenn sich ein Kind also mal an der Herdplatte verbrennt und das nicht angenehm war, dann lernt es daraus und denkt sich beim nächsten mal: das hat Aua gemacht und macht es nicht mehr. Man kann (s)ein Kind ja auch nicht in Watte einpacken, sodass ihm nichts passiert, das ist Schwachsinn.
Natürlich muss das Kind auch gewisse Anstandsregeln “erlernen”, Vorbilder sind da natürlich ganz klar die Eltern. Und wenn man da mal irgendwas böses sagt oder macht, dann wird das auf der Festplatte des Kindes auch eingepresst und es wird es später auch mal so machen. Vielleicht. Aber wahrscheinlich ist es. Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, nun will ich aber mal eure Meinung hören. Wir alle haben schließlich mal klein angefangen.
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15. Oktober 2009 um 18:12
ich bin Vollkommen deiner Meinung. Ich hab in letzter Zeit öfter mal Begegnungen mit Menschen gehabt bei denen die Eltern bei der Erziehung komplett versagt haben und hab deshalb selbst viel über das Thema nachgedacht. Ein großes Problem was ich da leider sehe ist das es immer öfter vorkommt das Jugendliche in meinem Alter Kinder bekommen und diese oft selbst noch nicht richtig erwachsen sind und daher noch nicht richtig in der Lage sind selbst ein Kind zu erziehen.
16. Oktober 2009 um 15:45
Du hast vollkommen Recht! Fehler passieren, man lernt daraus und gut. Aber wenn ich mir manchmal solche komischen Serien auf RTL reinziehe da kommt mir echt manchmal das kotzen wie manche Eltern mit ihren Kindern umgehen. Ist manchmal teilweise so schlimm das die Kinder gar nicht nach Hause wollen. Okay ist zwar nur gespielt aber ich bin mir sicher, dass es solch ein Umgang leider auch in der Realität gibt.
18. Oktober 2009 um 12:51
die meisten eltern haben entweder keine zeit oder keine lust sich mit den kindern auseinander zu setzen. dann werden die kinder als hyperaktiv abgestuft oder mit adhs und mit tabletten vollgestopft.
meine eltern sind zwar sehr streng aber dafür weiß ich auch wie man sich benimmt und sie haben sich immer gut um mich gekümmert und viel mit mir unternommen, sei es abends vorlesen, hausaufgaben machen oder überall rumgefahren. wenn ich dann heutzutage sehe wie sich die kinder mittlerweile benehmen und sich gestikulieren bekomme ich aggressionen.
19. Oktober 2009 um 22:33
Du hast völlig Recht, in erster Linie prägen die Eltern Ihre Kinder und somit müssen die Eltern Werte, Verhaltensregeln und Umgangsformen vermitteln. In der heutigen Zeit gibt es leider immer mehr Familien, die aus einem Trinkunfall nach der Disko heraus entstanden sind. Beide Elternteile sind entweder selber nicht reif genug, Kinder zu erziehen, oder eben nicht mehr. Man kotzt sich gegenseitig an und die Kinder sind der Klotz am Bein. Man kann nicht mehr der Freizeitbeschäftigung Party nachgehen, Komasaufen geht nimmer, alles was Spaß macht bleibt aus.
Solche Eltern überlassen die Erziehung dem Fernseher. Sehen tut man das dann im Kindergarten und der Schule. Verhaltensstörungen, Sprachstörungen, fehlendes Allgemeinwissen etc. pp. sind klare Anzeichen dafür.
Ich habe selber 3 Töchter, eine in der Schule, eine wird bald eingeschult und ist bereits in der Vorschule und eine ist noch mitten im KiGa-Alter.
Wir beschäftigen uns sehr viel mit unseren Kindern, wir sprechen völlig normal mit ihnen (keine Baby-Bubugaga-Sprache), wir fordern sie intellektuell und künstlerisch und das macht sich bemerkbar. Im Vergleich mit gleichaltrigen Mitschülern bzw. Kindergartenkameraden sind alle bedeutend weiter. Meine dreijährige Tochter steckt manchen Erstklässler locker in die Tasche. Wenn man dann die Eltern zu diesen armen Kindern sieht, wird einem sofort alles klar. Selber noch Kinder, aber zum Poppen reichts schon. Selber nix in der Birne und damit kann man den eigenen Kindern auch nichts weitergeben.
Es ist schon wirklich ernsthaft schlimm, wie sehr das in der heutigen Zeit überhand nimmt, liegt vor allem auch in der Spaßgesellschaft begründet. Jeder will nur Fun Fun Fun. Kultur und Bildung bleibt aussen vor.
Daher ist es kein Wunder, wenn solche ungebildeten Eltern der Meinung sind, der Kindergarten, der Hort, die Schule oder gar der Staat wäre in der Pflicht, die Kinder zu prägen, zu bilden, zu formen und zu fördern. Nein. Es sind nur die Eltern!